
portraits
ein tanzstück über die dinge des alltäglichen lebens.
nicht die dinge selbst ändern sich im lauf der zeit., es ändert sich die sicht
auf sie.
ein portrait ist nie ein formales abbild einer person oder eines objekts. es ist
aus verschiedenen perspektiven ausdauernd betrachtet. die betrachtung geht unter
die haut. nehmen wir das portrait einer person. die wahl der farbe, der
perspektive, des hintergrundes usw. all das läßt das wesen der person
erscheinen.
oder nehmen wir das portrait einer neuen tasse und untertasse. es ist nicht nur
form, die auf
papier erscheint, es ist erscheinung. ein bewegtes portrait läßt die person
oder das objekt
flüchtig erscheinen, dann wieder verschwinden. zu einer anderen zeit
er-scheinen sie/es aus einer anderen perspektive. das tanzstück portraits
setzt personen und dinge zu einem multimedialen stilleben zusammen. ein
vocalvisuelles erleben.
das tanzsolo entsteht als zweites stück einer trilogie, die inspiriert ist
durch texte von gertrude stein. das erste stück there is no change lighter
(>>) war eine
tänzerische umsetzung von dem text
rooms, in dem es um die wahrnehmung von räumen - ihren funktionen,
atmosphären, assoziationen. in diesem tanzstück geht es um die alltäglichen
dinge darin, um den gebrauch, das wesen und das assoziative umgehen mit ihnen.
idee/choreographie: bettina helmrich